Liebes Tagebuch,
nun ist der letzte ganze Tag hier im Ferienlager 2026 auch schon fast vorbei.
Nach einem guten Frühstück sind wir Richtung Bad Segeberg gefahren. Am Vormittag bis 13.30 Uhr stand Baden und Schwimmen im Seebad Bad Segeberg auf dem Plan. Es war dort schön. Wir lagerten auf einer schönen satten Wiese. Wir hatten sogar die Möglichkeit, Liegen oder Liegestühle zu nutzen. Auch einen Imbiss gab es. Leider war es heute nicht mehr so warm wie in den letzten Tagen, so dass einige Kinder lieber draußen spielten, lasen oder einfach nur miteinander sprachen.
Die Kinder, die sich in den See trauten, hatten zum Springen eine schwimmende Plattform und die Möglichkeit aus 1 m oder aus 3 m Höhe zu springen. Es hat ganz viel Spaß gemacht.
Fast pünktlich sind wir dann auf den Kalkberg raufgekraxelt zu den Karl-May-Festspielen. Wir waren zeitig dort und konnten uns somit dort noch mit Souvenirs und Pommes oder Popcorn und Getränken versorgen.
Mit etwas Verspätung begann die Vorstellung: Im Tal des Todes. Winnetou und seine Freunde haben in diesem Jahr in Mexiko zu tun. Denn dort betreibt der Bösewicht des Stücks ein Quecksilberbergwerk, natürlich ohne auch nur eine der notwendigen Arbeitsschutzmaßnahmen anzuwenden. Deshalb ist die Arbeit dort sehr ungesund und die zwangsrekrutierten Arbeiter hatten keine hohe Lebenserwartung.
Das Stück war wieder sehr abwechslungsreich und entbehrte an vielen Stellen nicht einer gewissen Komik.
Alexander Klaws war wieder der Winnetou. Ihn kennen wir schon aus den letzten Jahren. Der Quecksilberbergwerksbesitzer wurde von Florian Fitz gespielt. Seine Partnerin, die Senhorita Miranda war Isabell Varell. Eine sehr lustige Figur, der Sir John Faffley, wurde von Heinrich Schafmeister gespielt, gut bekannt aus Film und Fernsehen. Er begeisterte mit flotten Sprüchen, wie: „Wir wollen doch nicht den Sand in den Kopf stecken!“. Bastian Semm spielte zum 3. Mal den Old Shatterhand und wer sich noch an die Figur aus den Spielfilmen erinnert, gespielt von Lex Barker, der kann hier rein äußerlich durchaus Ähnlichkeiten entdecken. Joshy Peters war auch wieder dabei, diesmal als uneinsichtiger alkoholkranker Häuptling, der sich mit dem Bösewicht gegen die Guten verbündete. Und es gab weiterhin noch viele weitere tolle Schauspieler und natürlich war auch die Figur des Sam Hawkins wieder dabei, der sich nie irrt, wenn er sich nicht irrt.
Das Stück war jedenfalls wieder sehr actionreich und hat uns großen Spaß bereitet.
Dann sind wir ohne Zwischenfälle zurück nach Lauenburg gedüst, um noch einigermaßen pünktlich in der Jugendherberge zu landen, denn das vorletzte Highlight heute ist das gemeinsame Grillen und dann als Tagesabschluss die Auswertung der Zimmerkontrollen und einiger Sonderzahlungen wegen besonders guten Aktionen oder Hilfen etc.
Die Musik läuft, es riecht lecker und die Auswertung wird gerechnet. Es ist noch ganz spannend. Ich gehe jetzt erst einmal zu den Kindern, damit ich nicht das Wichtigste verpasse. Bis gleich Tagebuch.
So, noch ganz schnell, bevor mir endgültig die Augen zufallen, die Auswertung hatte ergeben, dass das Fünfer-Mädchenzimmer ganz knapp, hauchdünn vor den großen Jungs gewonnen hat. Als Präsente gab es in diesem Jahr nicht nur etwas für den leeren Magen, sondern man hatte auch die Wahl von DLRG Merch, wie Brotbüchsen und Trinkflaschen. Die Mädels haben die ganze Woche dafür gekämpft und es am Ende dann wirklich geschafft und konnten sich als erste ein Präsent aussuchen. Sie haben sich riesig gefreut.
Das Grillen war super lecker. Die Jugendherberge hat wirklich sehr viel und tolle Sachen für uns vorbereitet. Leider war es schon so spät, so dass wir nicht noch etwas zusammensitzen konnten, aber wir haben dafür vielleicht morgen noch Zeit.
So, liebes Tagebuch, dies war nun die vorletzte Eintragung dieses Jahres. Ich wünsche Dir eine gute letzte Nacht.
Dein Freddy Ferien